Yoga findet nicht nur auf der Matte statt. Sondern beginnt eigentlich genau dort, wo wir aufhören, Yoga nur mit Asanas zu verbinden.
5 Tage New York. Wir 4 mittendrin. New York ist laut. Schnell. Voll. Eine Stadt, in der Millionen Menschen jeden Tag unterwegs sind. Und doch hat sie mich etwas gelehrt, womit ich nicht gerechnet hätte, langsamer zu schauen, obwohl sich alles irgendwie schneller bewegt.
Mit zwei kleinen Kindern reist man anders. Der Tag entwickelt sich selten so, wie man ihn geplant hat. Eigentlich immer anders. Mit Hailey sowieso.
Kinder sind ja Meister darin, ganz im Moment zu sein. Sie erinnern uns daran, dass die Welt größer und schöner wird, wenn wir sie durch ihre Augen betrachten. Oder auch wie langweilig die bekanntesten Gemälde im Moma für sie sind…
Wie oft verpassen wir genau diese Momente, weil wir gedanklich schon beim nächsten Programmpunkt sind. Dabei entstehen Erinnerungen selten dort, wo wir sie geplant haben. Und manchmal führt der schönste Weg einfach genau dorthin, wo wir nie hinwollten.
Diese Reise hat mich daran erinnert, dankbar zu sein und entspannt zu bleiben wenn nicht alles nach Plan läuft. Oder auch gar keine Pläne und Erwartungen zu haben. Mir selbst Pausen zu erlauben, statt immer weiterzulaufen. Dem Tag die Freiheit zu geben, sich anders zu entwickeln, als ich es mir vorgestellt hatte.
Zwischen Millionen Menschen, Subway, mindestens einen Kind auf dem Arm und Coffe-to-Go kann man sich selbst überraschend nah sein. Und selbst auch ein bisschen Ruhe mitten im Chaos finden.
Nicht alles, was wertvoll ist, lässt sich fotografieren. Manche Augenblicke gehörten einfach nur uns.
Und nein, dafür müssen wir nicht nach New York reisen. Nicht einmal unsere eigenen vier Wände verlassen.
Am Ende war New York nur der Ort, an dem ich mich wieder erinnert habe.

